28. April 2018


Slow Food Landwirtschafts-Stammtisch „Vor Ort“



Von einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) zum zertifizierten Bio-Betrieb



Das Convivium Südwest-Sachsen von Slow Food Deutschland e.V. ist im Juni 2018 unterwegs im Vogtland und besucht  einen Landwirtschaftsbetrieb der von sich behauptet:


„Landwirtschaft ist für uns mehr als Tierhaltung und Ackerbau. Sie ist ein Auftrag, die Bewirtschaftung der Kulturlandschaft ganzheitlich zu betrachten und zu entwickeln.“


und eine Vision hat:

„Wir sind überzeugt: Landwirtschaft ist zukunftsfähig und fair gegenüber den uns nachfolgenden Generationen, wenn wir im Einklang mit der Natur und ressourcenschonend wirtschaften“.



4000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche (Acker- und Grünland) und 1500 Milchkühe mit ihren Nachzuchten – passt so ein Betrieb zur Maxime von Slow Food®  „gut, sauber fair“? Wir wollen es heraus bekommen auf dem HOFGUT EICHIGT www.hofgut-eichigt (vormals „Agrofarm 2000“). Frau Nadine Adler, Beauftragte für Naturschutz und Referentin der Geschäftsleitung, wird uns mit einem Vortrag und einer Betriebsführung dabei helfen. Wir treffen uns am 23. Juni 2018, 9.30 Uhr, auf dem Hofgut Eichigt, An der IMPA 1, 08526 Eichigt/Vogtland. Mittagstisch im Landgasthof Süßebach (gleich „um die Ecke“) www.landgasthof-suessebach.de

Wer dann noch nicht genug hat: Ausflug zur ehemaligen innerdeutschen Grenze-jetzt unter Naturschutz als „Grünes Band“.

2. April 2018

Slow Food Fisch-Stammtisch "Vor Ort"

Fischers Fritze fängt frische (sächsische) Fische

Unser Stammtisch "Vor Ort" am 4. Mai 2018, 17.00 Uhr, führt uns nach Mannichswalde, einem Ortsteil von Crimmitschau. Im Restaurant "Fischerhof" des Fischereibetriebes Lokotsch


wollen wir uns nicht mit der Meeresfischerei, einem internationalen Projekt von Slow Food , beschäftigen, sondern mit der sächsischen Binnenfischerei. Vor dem Genuss stellt sich der Fischereibetrieb vor und wir werden von Dr. Gert Füllner, Referatsleiter  Fischerei im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, in einem sicher kurzweiligen Vortrag etwas über Karpfen, Schleie und deren Verwandte in den sächsischen Fischgewässern erfahren. Vielleicht bekommen wir auch Antworten auf Fragen wie "Ist Aqua-Kultur nicht Aqua-Tortur?" und "Was hat eine Biogasanlage mit der Zucht von Amerikanischen Welsen in Sachsen zu tun?". Um Anmeldung bis zum 27. April 2018 wird gebeten.
 

27. März 2018

Slow Food Bier-Stammtisch "Vor Ort"

Bier brauen "wie früher" - geht denn das?


Hopfen, Malz, Hefe und Wasser - fertig ist das Bier. Dass zum Bierbrauen dann doch mehr gehört als das richtige Vermengen der Zutaten, werden wir am 20. April 2018, ab 17.00 Uhr, in der Privatbrauerei Blechschmidt in Treuen/Vogtland  gezeigt bekommen. Um Anmeldung bis zum 13. April 2018 wird gebeten.
Es ist eine der ältesten aktiven Brauereien Deutschlands.



Seit 1483 wird hier Bier gebraut und auch die Familie Blechschmidt, die die Brauerei heute führt, kann auf eine lange Brautradition zurückblicken. Braumeister und Inhaber Arndt Blechschmidt betreibt das Brauhandwerk in siebenter Generation. Sein Großvater kam 1926 aus Nürnberg nach Treuen und übernahm die hiesige Brauerei, die auch ein kleines Museum mit der historischen Dampfmaschine und einer Kälteanlage aus dem Jahre 1904 beherbergt.
Arndt Blechschmidt braut insgesamt  fünf Biersorten auf handwerkliche Weise. Die verwendeten Rohstoffe unterliegen strengen Qualitätsanforderungen. Industrielle Standards wie in automatisierten Großbrauereien gibt es in der Handwerksbrauerei nicht, so dass der Braumeister nur nach Güte und geschmacklichen Gesichtspunkten selektiert und nur die besten Rohstoffe für das Treuener Bier auswählt.   
Treuener Bier ist ein frisches unbehandeltes Flaschenbier, das ohne Konservierung hergestellt wird. Nach dem Brauprozess wird das Bier nur einmal sehr leicht und schonend filtriert, gerade so, dass es optisch blank erscheint. Es wird auch nicht pasteurisiert. Viele wertvolle Inhaltsstoffe verbleiben so im Bier. Frisches unbehandeltes Bier herzustellen und insbesondere es als Flaschenbier zu verkaufen, ist eine Herausforderung, der sich heute nur wenige Braumeister stellen.


Frisches Bier sollte auch frisch getrunken werden. Ohne Konservierung ist es, abhängig von der Lagertemperatur, die optimal 8-10°C betragen sollte, bis zu 3 Monate haltbar. Dafür verwendet die Treuener Brauerei keine chemischen Zusätze, wie z.B. den technischen Hilfsstoff PVPP.  




 

9. Dezember 2017

Das Neinerlaa

Das Neinerlaa gehört in der Weihnachtszeit genau so zum Erzgebirge wie der Schwibbuung und die Raachrmannl. Was hat es eigentlich auf sich mit dem Neunerlei-Essen? Erste (schriftliche) Zeugnisse gehen zurück auf das Heiligohmdlied aus dem 18. Jh. (Johanne Amalie von Elterlein, um 1799):
Mer ham a Neunerlä gekucht,
a Worscht unn Sauerkraut.
Mei Mutter hot sich o geploocht,
die alte, gute Haut.
(9. Strophe)

Neun Speisen, jede mit einer (glückbringenden) Bedeutung, werden auch in der TOPFMARKTSCHEUNE Burkhardtsdorf (ein Slow Food Genussführer-Restaurant) serviert:

Selbstgebackenes Brot und Salz - damit dieses im nächsten Jahr nicht ausgeht
Heringssalat - damit man den Winter gut übersteht
Rote Bete Salat - sollen Freude und Glück bringen
Linseneintopf - dass einem das Kleingeld nicht ausgeht
Braten von der Ente - damit einem das Glück treu bleibt
Bratwurst - steht zum Erhalt von Herzlichkeit und Kraft
Kartoffelklöße mit Semmelbutter - damit einem nicht das große Geld ausgeht
Sauerkraut - damit einem das Leben nicht sauer wird
Semmelmilch (Kuchenbrot mit Vanillesoße) - soll Gesundheit und Segen bringen

So vielfältig wie das Erzgebirge ist, so verschieden ist auch das Neinerlaa. Probiert es aus!
Im Dezember 2018 wird das Convivium Südwest-Sachsen zum Neinarlaa-Assn einladen-Vorfreude ist die schönste Freude!
Stern, Eiskristall, Eis, Form, Frost
 

5. Dezember 2017

Alt-Polnische Weihnachtsküche

Ein genussvoller Blick während der Vorweihnachtszeit zu unseren polnischen Nachbarn.
Karpfen auf polnische Art - entdeckt in: Altpolnische Küche und polnische Tischsitten (Interpress)

"Eine berühmte, altpolnische Weihnachtsdelikatesse. Zwar gehört er nicht zu den billigsten Gerichten und seine Zubereitung erfordert viel Aufwand, in der Weihnachtszeit leihen wir jedoch nicht immer der zu Sparsamkeit mahnenden Stimme der Vernunft Gehör. Von mehreren bekannten Varianten des Karpfens auf polnische Art wurde die für die polnische Küche wohl charakteristischste Zubereitungsart ausgewählt.

Nun kann es losgehen: Einen schönen, ungefähr 750g schweren Karpfen töten und sein Blut sorgsam in einer Tasse auffangen, in die zuvor der Saft einer halben Zitrone gegeben wurde.
Nachdem der Fisch gesäubert worden ist, in Portionsstücke zerschneiden und auch nach dem Salzen 20 Minuten kaltstellen. Anschließend den Fisch in eine flache Schmorpfanne legen und mit 1/2 Liter Brühe aus einem mittelgroßen, in Streifen geschnittenen Sellerie, einer großen Zwiebel, einem Glas herbem Rotwein, einem kleinen dünnen Stückchen Zitronenschale, einigen Körnern schwarzem Pfeffer, 1/3 Teelöffel gemahlenem Ingwer und dem Saft von 1/2 Zitrone übergießen. Den gargekochten Fisch vorsichtig in eine vorgewärmte Schüssel legen und warmstellen. Die Kochflüssigkeit durch ein engmaschiges Metallsieb streichen. Dann das Karpfenblut, ein Glas dunkles Bier, 2-3 Würfel Zucker, einen Esslöffel Pflaumenmus, 50g getrockneten und geriebenen (mit Honig gebackenen!) Pfefferkuchen, 50g geschälte und gehackte Mandeln, 50g Rosinen und einen gehäuften Esslöffel Butter hinzufügen. Diese Sauce 10-15 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen. Ist sie etwas abgekühlt, abschmecken(evtl. etwas nachsalzen) und heiß über den Fisch in der Schüssel gießen."
Was dazu gereicht wurde/wird verrät uns das Kochbuch leider nicht. Trotzdem Lust aufs Nachkochen bekommen? Guten Appetit! 
 

8. Juli 2017

Spanferkel und altes Handwerk

Am 7.07.2017 haben wir uns zu einer gemütlichen Runde im AmbrossGut Schönbrunn getroffen. Es wurde zum ersten Mal von uns ein Spanferkel im Holzbackofen zubereitet. Die Garzeit des Spanferkels wurde genutzt um weitere Absprachen und Vorbereitungen zu treffen für das anstehende 2. EuroBean Chocolate-Festival und zehn Jahre Conivium Südwestsachsen.

Ein besonderes Highlight bereitete uns Dietmar Otto. Es ging um das Thema Dengeln. Viele Menschen wissen gar nicht was –Dengeln- bedeutet bzw. wie, warum und wo es ausgeführt wird. Dietmar brachte Sense und Sichel sowie einen „Dengelbock“ mit. Er zeigte und erklärte uns das alte Handwerk. Danach konnte sich jeder selbst einmal versuchen.








Unser Spanferkel scheint ein besonderes Exemplar zu sein. Es entwickelte sich zu einem „Schwarzohrferkel“. Das soll ja eine ganz seltene Rasse sein
Auf jeden Fall hat es  geschmeckt und gegen 22:00 Uhr ging dieser schöne Abend zu Ende.