8. Juli 2017

Spanferkel und altes Handwerk

Am 7.07.2017 haben wir uns zu einer gemütlichen Runde im AmbrossGut Schönbrunn getroffen. Es wurde zum ersten Mal von uns ein Spanferkel im Holzbackofen zubereitet. Die Garzeit des Spanferkels wurde genutzt um weitere Absprachen und Vorbereitungen zu treffen für das anstehende 2. EuroBean Chocolate-Festival und zehn Jahre Conivium Südwestsachsen.

Ein besonderes Highlight bereitete uns Dietmar Otto. Es ging um das Thema Dengeln. Viele Menschen wissen gar nicht was –Dengeln- bedeutet bzw. wie, warum und wo es ausgeführt wird. Dietmar brachte Sense und Sichel sowie einen „Dengelbock“ mit. Er zeigte und erklärte uns das alte Handwerk. Danach konnte sich jeder selbst einmal versuchen.








Unser Spanferkel scheint ein besonderes Exemplar zu sein. Es entwickelte sich zu einem „Schwarzohrferkel“. Das soll ja eine ganz seltene Rasse sein
Auf jeden Fall hat es  geschmeckt und gegen 22:00 Uhr ging dieser schöne Abend zu Ende.

29. Juni 2017

unser nächster Schneckenstammtisch 07.07.2017

Unser Schneckenstammtisch am 07.07.2017 18:00 Uhr
Ort: AmbrossGut Schönbrunn;
09429 Wolkenstein OT Schönbrunn, Kirchstraße 34


Es ist geplant ein Spanferkel in den Holzbackofen zu schieben. 
Der Holzbackofen wurde 2015 errichtet und am 12.09.2015 kam das erste Brot in diesen Ofen.
Das AmbrossGut mit seinem wunderschönen Ambiente lädt zum verweilen ein.
Es ist nicht nur die reizvolle Gegend, der  Bauern- und Kräutergarten. Auch das Landwirtschaftsmuseum ist einen Besuch wert. Es hält reichlich Informationen über die Entwicklung und das Handwerk im Erzgebirge bereit. Traditionelles dörfliches Leben wird  für heutige Generationen anschaulich und erlebbar gemacht.
Da trifft es sich gut das die Zubereitungszeit unseres Spanferkels mit einer Einführung in die Handwerkskunst des „Dengelns“ überbrückt wird.

Auch Interessierte, welche die Idee hinter Slow Food kennen lernen möchten, können gern teilnehmen.
Anmeldungen sind dringend bis spätestens  05.07.2017 erforderlich. h.sikorski@ambrossgut.com


                                                 



12. Juni 2017

KRÄUTERABEND IM HOTEL & RESTAURANT BOCK IN LIMBACH-OBERFROHNA



Es gibt sie noch. Wiesen mit den verschiedensten Kräutern und Blüten, auf denen sich Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Tierchen tummeln können. Noch, gibt es sie, aber dazu später mehr.

 

Ein paar von diesen Kräuterwiesen findet man am Rande von Limbach-Oberfrohna, in der Nähe vom Hotel & Restaurant Bock. Dort haben wir uns am späten Nachmittag im Biergarten an einer schön gedeckten Tafel eingefunden, bei herrlichem Sommerwetter unter schattigen Bäumen, um mehr über die Eigenschaften und Zubereitungsmöglichkeiten der „Unkräuter“ zu erfahren. Die Chefin des Hauses, Frau Striegler, hatte bereits verschiedene Kräuterlimonaden angesetzt und Heike Sikorski, die Kräuterspezialistin vom Förderverein AmbrossGut Schönbrunn e.V. hatten einige Kräuter mitgebracht. Wir erfuhren jede Menge über Giersch, Bärwurz, der leicht nach Liebstöckel schmeckt, Bärlauch und Knoblauchsrauke, mit einem feinen Knoblauchgeschmack, Süßdolde, mit Anis- und Lakritzgeschmack und Pfefferkraut, dessen Blätter ziemlich scharf sind. Wir konnten jedes einzelne Kraut befühlen, beschnuppern und kosten, bevor wir all die interessanten Dinge verarbeitet haben.
Die Salbeiblätter wurden in Teig gewendet und zu knusprigen Salbeimäusen ausgebacken, verschiedene Kräuter verarbeiteten wir zu Kräuterbutter, für Frischkäse wurde Bärwurz kleingeschnippelt und eingerührt und aus Knoblauchsrauke, Parmesankäse, Walnüssen und Öl ein Pesto gemixt. Anschließend haben wir die Kräutervielfalt auf dem köstlich, frischen und knusprigen, hauseigenen Brot probiert und waren begeistert von den unterschiedlichen Aromen, die in diesen Kräutern stecken, wie Anis, Pfeffer, Knoblauch, Meerrettich und viele andere.

Die Kräuter auf der Wiese für Kräuterbutter und Pesto zu verwenden ist eine schöne Möglichkeit, unseren Speisezettel zu bereichern. Viel wichtiger sind aber intakte Wiesen und Felder für die biologische Vielfalt und das Überleben nicht nur von Bienen, Hummeln und Vögeln, sondern von uns allen. Die subventionierte, konventionelle Landwirtschaft, mit riesigen Feldern, auch mit Energiepflanzen, wie Raps und Mais, die dann in unseren Tanks verschwinden, zerstört unsere Umwelt. Dabei wird der Boden ausgelaugt und verunreinigt und Kleinstlebewesen tot gespritzt. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Kiebitze, Lerche und Feldhamster sind in der industriellen Landwirtschaft nahezu ausgestorben.


Wir sollten also etwas tun und da gibt es viele Möglichkeiten. Im Herbst sind Wahlen und wir können bis dahin die Politiker finden, die mit blühenden Landschaften nicht nur den eigenen Garten, sondern blühende Landschaften für alle meinen und uns vor denen hüten, die blühende Wiesen versprechen und braune Erde meinen. Wir können uns bei jedem Lebensmittel-Einkauf für Monokulturen und Riesenställe mit qualvoll dahinvegetierenden Tieren, oder für Biolebensmittel und regionale Produkte entscheiden, also für Gut-Sauber-Fair hergestellte Erzeugnisse. Wir können unser schickes, neues Eigenheim auf der grünen Wiese bauen, oder uns über andere Möglichkeiten informieren.


Und wir können im eigenen Garten ein Plätzchen finden, um das „Unkraut“ einfach wachsen zu lassen und spezielle Blühpflanzen für Bienen und Schmetterlinge aussähen. Die Natur, die Tiere und auch unser Körper werden es uns danken.






Antje Hohl



13. September 2016

Slowfood im Landgarten Potpourri



Es gibt Orte, da fühlt man sich einfach wohl. An einem schönen warmen Sommerabend lauschten wir auf Bänken unter Bäumen im Landkarten Potpourri in Mülsen/Ot Wulm, inmitten von Skudden-Schafen, Pommernenten, Hofhund und Honigbienen dem Inhaber dieser Idylle Sebastian Kramer, der uns mit der Theorie der Permakultur vertraut machte. Seine Devise heißt: „Vielfalt statt Einfalt! Unterstützen statt Konkurrieren!“ Die ethischen Grundlagen der Permakultur sind: Achtsamer Umgang mit der Erde, mit den Menschen und Selbstbegrenzung (Wachstumsrücknahme) und Überschuss-Verteilung. Die ursprüngliche Definition der Permakultur nach Bill Mollison lautet: „Permakultur ist das bewusste Design sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen. Die Philosophie hinter Permakultur ist eine Philosophie, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie der fortlaufenden und überlegten Observation und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen, ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren.“

Wie die Umsetzung dieser Theorie in unserer Gegend praktisch aussieht, davon konnten wir uns im Anschluss bei einem Rundgang durch den Landgarten ein Bild machen. Eine Art des Anbaus sind Hochbeete - Hügelbeete. Ihr Vorteil ist eine größere Anbaufläche und durch den Aufbau aus Holz-, Laub- und Astschnitt eine erhöhte Erdtemperatur, dementsprechend eine Verlängerung der nutzbaren Anbauzeit. Auf diesen Beeten wachsen Bohnen, Kohlrabi, Grünkohl, Salat, Rotkohl, Sonnenblumen, Tomaten und vieles mehr friedlich und gegenseitig unterstützend nebeneinander. Bei Saatgut setzt Sebastian Kramer auf samenfeste, altbewährte Kulturen, Selbstaussaat und Direktsaat und zieht Samen und Jungpflanzen möglichst selbst. Diese Pflanzen sind an diesen Standort angepasst, robuster und weniger anfällig. Sie werden nicht verhätschelt und müssen sich in dem Umfeld behaupten, dadurch können sie viel mehr der für uns Menschen wertvollen Inhaltsstoffe ausbilden, was man natürlich im Endprodukt auch schmeckt.

Davon konnten wir uns nach dem Rundgang selbst überzeugen. Steffi Gruß hatte Tomaten-Carpaccio mit feinem Dressing und schönen Blüten, selbstgebackenes Brot und Zucchinisuppe vorbereitet, was wir uns zum Abschluss des interessanten Abends, bei schönen Gesprächen munden ließen.



16. Februar 2016

Kräuterschnaps im Erzgebirge - alte Traditionen erleben

Bei unserem nächsten Treffen am 04.03.2016, 18:00 Uhr, in der Art Distill in Markersbach, Dorfstraße 10 erwarten uns verschiedenste edle Spirituosen. Wir stellen eine Kräutermischung selbst her, die unter Anleitung von Destillateurmeister Philipp Fournes in ein hochprozentiges Wässerchen verwandelt wird. Während des Brennvorgangs macht uns Herr Fournes mit allerlei Geheimnissen rund um die Destilliervorgänge vertraut und wir können Spirituosen aus eigener Herstellung verkosten. Zum Schluss bekommt jeder ein kleines Präsent mit besonderem Logo. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb bitte für diese Veranstaltung bis zum 19.02.2016 anmelden.
Im Anschluss an das geistige Vergnügen (gegen 20:00) stärken wir uns und testen ein Gasthaus in der Nähe der Brennerei.

6. Februar 2016

THEMA: ERZGEBIRGISCHE BÖHMISCHE KÜCHE




5.Februar 2016 Stammtisch des Slowfood Convivium Südwest-Sachsen im AmbrossGut Schönbrunn.

Wie das Video zeigt waren alle Teilnehmer voll beschäftigt mit der Herstellellung verschiedener Köstlichkeiten aus den Erzgebirge unter anderem wagten wir uns an den Schieböcker Käse.  



Hier das Rezept: 

SCHIEBBÖCKER-KÄSE

Zutaten:

100 g Butter oder Sahne

170 ml helles Bier

2-3 Harzer Roller oder anderen Magermilchkäse, ohne weißen Kern

1 Camembert Käse

Salz, Pfeffer und/oder Knoblauch



Zubereitung:
In einer Pfanne, Tiegel oder Topf die Butter schmelzen lassen, oder Sahne erhitzen, das Bier dazu geben. Den Magermilchkäse klein schneiden und dazu geben. Vom Camembert den Edelschimmel abschneiden und kleingeschnitten ebenfalls dazugeben.
Jetzt 10 bis 15 Minuten immerzu rühren, damit nichts anbrennt. Der Käse wird immer dickflüssiger, darauf achten, dass er keine Klümpchen mehr bildet. Wenn der Käse zu fest wird, etwas Bier dazugeben.
Nun den Käse kräftig salzen, Pfeffern und Kümmel (und/oder Knoblauch) dazugeben. Alles nochmal gut umrühren, in eine Schüssel oder in Gläser füllen und etwa 24 Stunden im Kühlschrank lagern.
Je nach Konsistenz ist er dick-streichfähig oder kann in Scheiben geschnitten werden.



Der Schiebböcker-Käse wird z.B. mit Zwiebelringen belegt zu Schwarzbrot serviert, oder auf mit Schweine- oder Gänseschmalz bestrichene Schwarzbrotscheiben zum Bier gereicht.



Quelle: Gotthard Schicker, Gastro-Studie Erzgebirge

30. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Ernährungstips

Nach dem Fest beginnt für viele die Zeit des Nachdenkens über "bessere Ernährungsgewohnheiten". Wie das Problem 1930 behandelt wurde, steht im unteren Text. Aus der heutigen Sicht möchten wir Euch beim Essen natürlich nicht allein lassen. Für uns ist eine ausgewogenes Essen auch ein gesunde Ernährung. Gemeinsam versuchen wir die regionale und saisonale Vielfalt unserer Lebensmittel zu erhalten. Wer sich uns anschließen möchte, findet hier nicht nur gute Vorsätze fürs neue Jahr, sondern auch ein paar Tips zum Mitmachen.
Auch 2016 setzen wir auf gute, saubere und faire Lebensmittel in Südwest-Sachsen. Dafür wünschen wir allen einen Guten Rutsch und ein erfolgreiches 2016!